Fotos – Exif & IPTC

Styleguide für Bilddateien
Geeignete Dateiformate nutzen: Fotos werden als JPG-Dateien eingesetzt, Grafiken als SVG. Die Bilddateien extern vorbereiten, dabei vor allem die Bildgröße auf das später tatsächlich genutzte Format reduzieren. Die vom Bildautor in die JPG-Datei eingetragenen Metadaten sollte man dabei nicht löschen.

Checkliste: Bilder in WordPress einbinden
Die optimale Bildgröße in WordPress, sprechende Dateinamen: Bilder sinnvoll benennen, ….
http://pressengers.de/tipps/optimale-bilder-fuer-wordpress

Styleguide für Bilddateinamen

Den Dateinamen sorgfältig wählen. Empfehlung zur sinnvollen Benennung von Fotos: Vorname und Name des Fotografen, Jahr, Werktitel und Rechtinhaber sollten im Dateinamen vorkommen. Der Dateiname sollte webgerecht sein, d.h. keine Umlaute und Sonderzeichen enthalten und vorzugsweise aus Kleinbuchstaben und Minuszeichen statt Unterstrich und ohne Leerzeichen geschrieben sein.

Ein Bilddateiname darf ruhig lang ausfallen. Das gibt Futter für die Suchmaschinen und die Gelegenheit, das Copyright klarzustellen. Vorschlag für das Schema für Bilddateinamen:
copyright-vorname-nachnamedesfotografen-jahrderaufnahme-werktitel-agentur-sonstiges-wie-pixelmass-oder-verwendung-als-pressefoto.

Metadaten:
Die Bildbeschreibung in einem externen Editor vorbereiten für die Mediathek-Textfelder [Titel], [Alt] und [Caption].

SEO für Bilder
Bilddateien sollen suchmaschinenwirksame Dateinamen tragen. Vor dem Upload versieht man die Bilddateien mit schönen sprechenden Dateinamen, zum Beispiel alle Dateien mit dem eigenen Domainnamen oder Autorennamen beginnen lassen, denn das wirkt sich wunderbar bei Google aus.

Keine Bilddateien von fremden Webseiten einbinden
Verbieten sollte man sich den Aufruf von Bildern, die auf fremden Webseiten liegen. Rechtlich gesehen macht es keinen Unterschied, auf welchem Server Bilder liegen, die ich in meiner Webseite aufrufe und anzeige, webtechnisch gesehen bringt das Einbinden fremder Bilder jedoch immer das Risiko mit sich, dass die eigene Webseite verschandelt wird, weil die Zieldatei nicht mehr abzurufen ist. Kurzum: Der spätere Mehraufwand an Kontrolle und Nachsorge lohnt sich nicht gegenüber der kurzen Mühe, die der Upload einer fremden Bilddatei in das Mediendepot der eigenen Website verursacht.

Elbnetz-Ratgeber: Bilder in WordPress

Welche Metadaten liest WordPress beim Foto-Upload

» Worauf Sie beim Einfügen von Bildern in WordPress unbedingt achten sollten
…Bilder passend herunterrechnen
Theme in der Breite auf 800 bis 1.400 Pixel beschränkt und im JPG-Format bei etwa achtzigprozentiger Auflösung abspeichert.
Dateinamen für die Suchmaschinen wie Google, der das wichtigste Keyword beinhaltet, vergeben und die Vorbereitung für den Upload ist abgeschlossen:
Richtige Datenmenge: < 200 KB Richtige Breite: 800 bis 1400 Pixel Richtiges Dateiformat: PNG oder JPG (Qualität ca. 80%) Richtiger Dateinamen: Beschreibung des Bildes.jpg...«

http://elbnetz.com/worauf-sie-beim-einfuegen-von-bildern-in-wordpress-unbedingt-achten-sollten

Gute Metadaten, schlechte Metadaten

Lesetipp: Warum und wie Fotografen zusätzliche Bildinformationen im Netz preisgeben sollten – oder nicht.
»Wer ein Foto ins Internet hochlädt, speichert meist unbemerkt diverse bildbezogene Daten mit. Diese sogenannten Metadaten beinhalten mitunter die Einstellungen und den GPS-Standort der Aufnahme sowie den Namen des Urhebers.«
https://www.prophoto-online.de/digitalfotografie/metadaten-10010545

WordPress-Codex für Metadaten in Bildern

»Get extended image metadata, exif or iptc as available.
Retrieves the EXIF metadata aperture, credit, camera, caption, copyright, iso created_timestamp, focal_length, shutter_speed, and title.
The IPTC metadata that is retrieved is APP13, credit, byline, created date and time, caption, copyright, and title. Also includes FNumber, Model, DateTimeDigitized, FocalLength, ISOSpeedRatings, and ExposureTime.«

https://codex.wordpress.org/Function_Reference/wp_read_image_metadata

IPTC-Daten bei FACEBOOK

FACEBOOK darf IPTC-Daten nicht mehr löschen
Mit dem rechtskräftigen Urteil vom 9.2.2016 (Az.: 308 O 48/15) hat das Landgericht Hamburg entschieden, dass Facebook die IPTC-Daten nicht mehr aus den Fotos, die auf Facebook hochgeladen und dort veröffentlicht werden sollen, löschen oder verändern darf.

In den IPTC-Daten, einem internationalen Standard zur Beschriftung digitaler Dateien, vermerkt der Fotograf seine Urheberschaft, die Kontaktdaten und die Bildbeschreibung. Diese Daten sind unerlässlich, um den Urheber und Nutzungsrechteinhaber des Fotos eindeutig identifizieren zu können und um die Fotos mittels Volltextsuche im Internet wiederzufinden. Ebenso ist die digitale Beschriftung ein wichtiges Instrument, um Bilder zu beschreiben, die abgebildeten Personen, Orte und Sachen zu benennen und missbräuchliche Verwendung – auch in einem anderen Sinnzusammenhang – zu vermeiden.

Dies sieht der Gesetzgeber ebenso und hat unmissverständlich in § 95c des Urheberrechtsgesetzes vermerkt: »Von Rechtsinhabern stammende Informationen für die Rechtewahrnehmung dürfen nicht entfernt oder verändert werden…«. Daran hat sich Facebook auch nach Aufforderung durch FREELENS nicht gehalten und begründete sein rechtswidriges Vorgehen u.a. mit dem Datenschutz.

Der Schutz der Urheber war nicht das vordringliche Ziel von Facebook. Denn mit der Entfernung der Informationen aus den digitalen Bildern durch Facebook entstehen quasi verwaiste Werke – niemand weiß mehr, wer die Rechte an den Fotos hält. Dies stellt eine grobe Missachtung der Autoren und ihrer verbrieften Rechte dar.

Dieses Vorgehen von Facebook ist leider typisch für viele Plattformen, die mit dem »User-generated content« ihr Geschäftsmodell gefunden haben, aber auch für viele Zeitungsverlage, die immer noch nicht den Fotografen als Autoren nennen oder die IPTC-Informationen der Urheber aus den Fotos löschen.

»Seit heute besteht Klarheit, dass ein solches Vorgehen nicht weiter geduldet werden muss«, so das FREELENS Vorstandsmitglied Rainer F. Steußloff, der auch die Klage mit Unterstützung von FREELENS angestrengt hatte. Und FREELENS Justitiar Dirk Feldmann, der den Prozess geführt hat, ergänzt: »Es ist völlig unverständlich, dass die Durchsetzung der offensichtlichen Autorenrechte in einem Gerichtsverfahren erzwungen werden muss.«

Textquelle: FREELENS-Pressemeldung vom 2016-11-17

FREELENS e.V.
Steinhöft 5
20459 Hamburg
http://freelens.com

FREELENS e.V., gegründet 1995, ist mit über 2.400 Mitgliedern der größte Berufsverband für Fotojournalisten und Fotografen in Deutschland.

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