Bilderklau? Copytrack!

Copytrack: Wir finden gestohlene Bilder
Der Copytrack-Service richtet sich an alle, die Bilder im Internet zur Verfügung stellen, insbesondere an professionelle und semiprofessionelle Fotografen, Bildagenturen und Bilddatenbanken, Verlage und Onlineshopbetreiber, aber auch Hobbyfotografen können den Online-Dienst kostenlos nutzen.
https://www.copytrack.com/de

Copytrack ist kostenlos

Copytrack bietet die internationale Verfolgung von Copyright-Verletzungen an. Der Dienstleister trägt dabei die Verfahrenskosten für Nachlizenzierung, Inkasso und rechtliche Durchsetzung und behält für diesen Service erfolgsabhängige Provisionen ein.
https://www.copytrack.com/de/ueber-uns/

Die Anmeldung und Servicenutzung ist kostenlos und einfach.
https://app.copytrack.com/login


Copytrack Test

Um zu prüfen, ob ein eigenes Bild auf fremden Websites genutzt wird, reicht es, das betreffende Foto in einer kleineren Version hochzuladen, deren Kantenlängen mindestens 600 Pixel beträgt.

Testbild 1: Wikimedia & Creativecommons

Wir haben Copytrack getestet mit einem Bild, das seit einigen Jahren auf Wikimedia unter Creative-Commons-Lizenz liegt:

Martin Pendzialek, Lehrer für Qigong und Taijiquan, zeigt eine Position der Schwertform des traditionellen ‚Chen-Stil Taijiquan‘.

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Martin-Pendzialek-lehrer-fuer-qigong-taijiquan-zeigt-schwertform-aus-chen-stil-taijiquan.jpg

Copytrak vergleicht die eigenen Bilder mit Fundsachen auf fremden Websites.

Neben der Verwendung auf Wikimedia und auf eigenen Websites haben wir das Bild auf der Website einer PR-Agentur gefunden, die das Foto dort völlig korrekt im Sinne der Wikipedia-Lizensierung verwendet, nämlich mit Autoren-Nennung und Quellenangabe.

Copytrack zeigt die Verwendung eines zur Prüfung hochgeladenen Fotos auf fremden Websites an.

Testbild 2: Metadaten & Beitragsbilder

Wir haben Copytrack getestet mit einem Bild, das seit einigen Monaten als Pressefoto und als Beitragsbild auf einer WordPress-Website eingesetzt wird.

Copytrack vergleicht das hochgeladene Foto mit beschnittenen Varianten, die online zu finden sind.

Unsere zur Prüfung hochgeladene Bilddatei enthält unter anderem folgende Metadaten:

  • IPTC-Bildtitel (Title): Pressefoto Axel Flachowsky
  • IPTC-Bildbeschreibung (Caption): Axel Flachowsky ist Lehrer fuer Taijiquan, Qigong und Meditation und unterrichtet in Frankfurt am Main und Umgebung | (c) Ulla Schmitz fotoinfo.de

Copytrack zeigt alle Exif- und IPTC-Metadaten beim Klick auf den „View more“-Link.

  • Copytrack zeigt Exif- und IPTC-Metadaten an, wenn man die entsprechende Option aktiviert.
  • Copytrack zeigt einige Exif- und IPTC-Metadaten in der Listen-Ansicht.
  • Copytrack zeigt alle Exif- und IPTC-Metadaten beim Klick auf den „View more“-Link.

Copytrack zeigt Exif- und IPTC-Metadaten, nur an, wenn man die entsprechende Option aktiviert.

Copytrack zeigt Exif- und IPTC-Metadaten in der Listen-Ansicht

Unser Fazit: Einfach Ausprobieren!

Auch für Hobbyfotografen ist Copytrack ein leicht zu bedienender und völlig kostenloser Service, mit dem jeder die Nutzung eigener Fotos im Netz unverbindlich sichten kann.


Copytrack FAQs

Entstehen mir durch die Nutzung von Copytrack Kosten?

»Nein! Die Nutzung von Copytrack ist für Sie kostenfrei. Lediglich im Erfolgsfall erhält Copytrack eine Erfolgsprovision. Wir zahlen Ihnen 70% der erlösten Nachlizenzierung oder Schadensersatzforderung aus. Copytrack behält 30%. Wenn wir die Ansprüche über einen Anwalt im Ausland durchsetzen müssen, behalten wir bis zu 50% der Forderungshöhe. Die Abrechnung erfolgt automatisch. Sie müssen sich um nichts kümmern.«

Welche Bilder sollte ich auf Copytrack suchen lassen?

»Um Ihre Suche nach unrechtmäßig verwendeten Bildern so effektiv wie möglich zu gestallten, empfehlen wir Ihnen nur Bilder hochzuladen, die Sie bereits für den Onlineeinsatz verkauft haben oder die Online frei einsehbar sind. Nur diese Bilder können geklaut und somit von unserer Suchmaschine gefunden werden. Des Weiteren verkürzt sich durch eine gute Vorauswahl die Upload-Zeit. Die Suche wird beschleunigt und Sie behalten einfacher einen Überblick.«

In welchen Ländern wird der Copytrack-Service angeboten?

»COPYTRACK sucht nach Ihren Bildern weltweit und bietet die Nachlizenzierung Ihrer Bilder ebenfalls weltweit an. Sollte es zu keiner Einigung mit dem Rechteverletzer kommen, können wir Ihr Recht auch gerichtlich in über 140 Ländern durchsetzten.«

Wie funktioniert die Bildsuche?

»Unsere innovative Technologie baut auf eine mehrstufige Bildsuche sowie eine von Copytrack entwickelte, neuartige Bildabgleichsoftware auf. Dabei arbeiten wir mit den Metadaten eines Bildes und vergleichen die Bilder ganz genau auf Pixelebene. So ist es uns möglich, auch abfotografierte oder veränderte Bilder zu finden.«
https://www.copytrack.com/de/presse

So einfach funktioniert Copytrack.

Copytrack für Hobby-Fotografen
»Alles was Sie tun müssen, ist Ihre Online-Bilder bei Copytrack zu importieren, wir durchsuchen automatisch das gesamte Internet. Wenn Sie eine unrechtmäßige Verwendung unter den Treffern entdecken, übernehmen wir rechtssicher den gesamten Lizenzierungsprozess. Unser Service ist für Sie kostenlos.«
https://www.copytrack.com/de/hobbyfotografen

Bilderklau manuell melden
Für eilige Fälle bietet Copytrack das direkte Melden einzelner Bilder an.

Bilderklau kann auch direkt gemeldet werden.


Honigtöpfe für Bilderdiebe?

»Wie man stressfrei mit dem Bilderklau umgeht«

Das Thema Bilderdiebstahl erregt die Gemüter von Amateurfotografen, weil sich trefflich damit prahlen lässt, wenn die eigenen Fotos anderswo genutzt werden, also offenbar Gefallen gefunden haben.

Berufsfotografen gehen hingegen gelassen mit dem Thema um: Sie sichern die Beweislage und stellen die unberechtigte Benutzung ihrer Werke in Rechnung.

Dumm nur, wenn der Fotograf selbst die Beweislage erschwert, indem er die eigenen Fotos ohne IPTC-Metadaten aus der Hand gibt!

Sich mit dieser Einladung zum Bilderklau als »Honigtopf für Bilderdiebe« zu outen, also so zu tun, als hätte man es besonders darauf angelegt, Bilderdiebe in eine Falle zu locken (wikipedia.org/wiki/Honeypot), zeugt von starkem Selbstbewusstsein.

digit!In der Fotofachzeitschrift digit! beschreibt der Forschungsreferent, Fotograf, Trainer und Autor Tilo Gockel seinen Umgang mit ausländischen Bilderdieben:

»Dem Ratschlag meiner Anwaltskanzlei folgend, melde ich allerdings nur jene Verstöße, die sich im deutschsprachigen Raum abspielen. Eine illegale Nutzung in den USA oder gar in Russland zu verfolgen, kostet einigen Vorschuss für die Übersetzungen und hat dann auch noch einen unsicheren Ausgang. Mir ist es wichtig, für mich das Risiko eines finanziellen Verlusts durch Anwalts- und Prozesskosten möglichst weit zu minimieren.«
Tilo Gockel: Honigtöpfe für Bilderdiebe, digit! Heft 2018-01 , Seite 48-49

Wie das Urheberrecht nachweisen?
»Das geschieht im einfachsten Falle anhand der RAW-Datei, die nur ich besitze und die ich auch nicht herausgebe, auch nicht an Freunde oder Redaktionen. Falls es sich einmal im Original um ein JPEG handelt, so schneide ich das Bild vor der Weitergabe etwas zu. Auch so kann ich durch die unbeschnittene Originaldatei stets meine Urheberschaft nachweisen.
Das ist die Pflicht. Die Kür ist dann, die Copyright-Infos im EXIF-Block vernünftig auszufüllen, aber ich spare mir das mittlerweile. Bilderdiebe hat das bisher überhaupt nicht gekümmert. Sie löschen die EXIF-Daten einfach.«

Tilo Gockel: Honigtöpfe für Bilderdiebe, digit! Heft 2018-01 , Seite 48-49

Dass Tilo Gockel tatsächlich so unprofessionell mit seinen eigenen Bildern umgeht, wenn er sie selbst im Internet veröffentlicht, klingt unwahrscheinlich, ist aber wahr: Er stellt seine Fotos tatsächlich ohne IPTC-Metadaten ins Netz!

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